Hülfsgesellschaft in Schaffhausen

Das gemeinsame soziale Engagement der Hülfsgesellschaft und der Ersparniskasse Schaffhausen in Schaffhausen hat eine lange Tradition:

Die gemeinnützige Institution wurde am 12. Oktober 1816 durch den Schaffhauser Pfarrer Johann Franz Ziegler zusammen mit elf weiteren Männern der Stadt Schaffhausen gegründet. Damals herrschten böse Zeiten. Die geistigen und die politischen Umwälzungen der Französischen Revolution und die jahrzehntelangen Kriege Napoleons hinterliessen auch in der Stadt Schaffhausen eine weit verbreitete Stimmung der Mutlosigkeit, ja der Resignation. Angst und der Unsicherheit wurden in jenen Jahren durch materielle Not der Bevölkerung ausserordentlich verstärkt. Missernten brachten hohe Lebensmittelpreise und viele Leute litten Hunger.

Die Arbeit der Hülfsgesellschaft in den ersten Monaten nach der Gründung bestand vor allem darin, die schlimmsten Folgen der herrschenden Armut zu lindern: Suppe wurde ausgeteilt, Holzrationen an Bedürftige weitergegeben, Kranke unterstützt.

Ein Jahr später gründete die Hülfsgesellschaft die Ersparniskasse Schaffhausen, um Kleinverdienern und Dienstboten das Sparen und den Umgang mit Geld zu erleichtern. Als Tochter der Hülfsgesellschaft nahm die erste Bank in der Stadt und im Kanton Schaffhausen ihren Betrieb auf.

Seit diesen nicht immer so guten alten Zeiten wurden tragfähige soziale Netze aufgebaut. Trotzdem ist die Hülfsgesellschaft nicht überflüssig geworden: Als politisch und konfessionell neutraler Verein unterstützt sie bis heute gemeinnützige Institutionen, die sich in Stadt und Region Schaffhausen um benachteiligte Mitmenschen kümmern:  Alleinerziehende, Behinderte, Randständige und vermehrt auch "Working Poor", die selbst bei voller Berufstätigkeit nicht genug verdienen, um über die Runden zu kommen.

Mehr unter : www.huelfsgesellschaft-sh.ch