Die Risiken am Immobilienmarkt

Stefan Leu

Stefan Leu
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Die Risiken am Immobilienmarkt

Die Grossbank UBS informiert alle Quartale über Ihre Einschätzung des Schweizer Immobilienmarktes anhand des UBS Swiss Real Estate Bubble Index. Am 2. November 2016 erschien das neuste Update. Der Immobilienblasenindex setzt sich unter anderem mit dem Verhältnis von Kauf- zu Mietpreisen, dem Verhältnis von Hauspreisen zu Haushaltseinkommen, der Entwicklung von Hauspreisen zur Inflation sowie dem Verhältnis von Hypothekarschulden zum Einkommen fest. Hier eine kurze Zusammenfassung:

 

Grundsätzlich stuft der Index den CH Immobilienmarkt weiterhin als riskant ein. Angestiegen zum Beispiel ist die Schere zwischen dem Eigenheim- und dem Mietmarkt. Die Preise der Schweizer Eigentumswohnungen sind im 3. Quartal 2016 um rund 1 % angestiegen. Die Mieten solcher Wohnungen sind hingegen aufgrund grösserer Leerstände rückläufig. Aktuell werden 29 Jahresmietzinseinnahmen benötigt, um eine Wohnung auf dem heutigen Preisniveau zu erwerben. Sogar der Wert aus dem Jahr 1989 wurde nun erstmals übertroffen.

 

Was dämpfend auf den Blasenindex wirkte ist das Wachstum der Hypotheken insgesamt. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Anstieg von rund 3 %. Ebenfalls zur Minderung des Risikos beigetragen hat die positive Entwicklung des Einkommens von Herrn und Frau Schweizer. Die positive konjunkturelle Entwicklung hat den Anstieg der Immobilienpreise ausgeglichen. Hingegen sind immer noch 6.3 Jahreseinkommen nötig, um ein Eigenheim im durchschnittlichen Preissegment zu erwerben. Der langjährige Durchschnitt liegt bei 5.3 Jahreseinkommen.

 

Gemäss dem Regionen-Monitoring haben sich die Risiken nur geringfügig verändert. Neu führt die UBS das Zürcher Unterland als Region mit erhöhten Risiken auf. Herabgestuft wurden Lugano, Locarno und Davos und sind nicht mehr als Risikoregionen aufgeführt. Das Zürcher Weinland ist und war in der Vergangenheit nicht als Risikoregion eingestuft.