Fällige Libor-Hypothek – Wie weiter?

Fällige Libor-Hypothek – Wie weiter?

Viele Eigenheimbesitzer stellen sich bei einer fälligen Libor-Hypothek aktuell die Frage: Wie geht es weiter? Muss ich in eine Festhypothek switchen? Wie geht es nach Ende 2021 weiter?

Eigenheimbesitzer konnten in der Vergangenheit mit einer Libor-Hypothek Geld sparen und von günstigen Zinssätzen profitieren. Ende 2021 soll der Libor abgeschafft werden. Voraussichtlich soll der Saron (Swiss Average Rate Overnight) den Libor als Nachfolgeprodukt ablösen, jedoch ist dies noch nicht definitiv. Aktuell dient der Saron den Banken als Zinssatz für das Geld, welches sie «über Nacht» bei der Schweizerischen Nationalbank parkieren. Wie daraus ein Referenzzinssatz für Libor-Hypotheken werden soll, ist noch ein Teil der Aufgaben der Arbeitsgruppe, da die Libor-Hypotheken im Normalfall eine Laufzeit von 3- und 6-Monaten aufweisen. Wenn man zurückschaut und den Libor und den Saron in den letzten Jahren vergleicht, haben sich diese, mit Ausnahmen der Jahre 2000, 2003 und 2008 (Finanzkrisen), praktisch identisch entwickelt. Für eine Anpassung muss der Saron entsprechend nicht im Grundsatz verändert werden.

Für die Weiterführung der fälligen Festhypothek gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben einem Switch in eine Festhypothek bieten einige Banken die Libor-Hypothek mit einer Laufzeit bis maximal Ende 2021 an. Andere Banken bieten weiterhin auch längerfristige Laufzeiten für Libor-Hypotheken an und statten die Verträge mit einer zusätzlichen Klausel für einen allfälligen Nachfolger aus. Ein Wechsel in eine Festhypothek ist also nicht zwingend notwendig. Als Alternative zur Libor-Hypothek kann eine 1- bis 4-jährige Festhypothek vom Zinssatz her sicher betrachtet werden. Jedoch muss man sich bewusst sein, dass die bestehende Festhypothek nicht jederzeit in eine langfristige Festhypothek umgewandelt werden.

Bis wann die Arbeitsgruppe eine Nachfolgelösung ausgearbeitet hat und wie diese im Detail aussieht, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Die Finanzbranche geht aktuell vom Saron als Basissatz aus. Sie als Hypothekarkunde können einfach bei Ihrer Bank anfragen, von welcher Lösungsvariante Sie profitieren können.

Michael Ebner, Ersparniskasse Schaffhausen, 05.02.2019

Michael Ebner

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Prokurist, Stv. Filialleiter, Beratung Kredite

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