Tiefe Zinsen und die dritte Säule: Möglichkeiten in der privaten Vorsorge

Tiefe Zinsen und die dritte Säule: Möglichkeiten in der privaten Vorsorge

„Ich, berufstätig und Anfang dreissig, zahle regelmässig in meine 3. Säule ein. Wie schaffe ich es, trotz des aktuellen Tiefzinsniveaus, bis zur Pensionierung eine gute Rendite zu erwirtschaften?“

Nicht erst seit heute ist bekannt, dass die Schweizer Vorsorgewerke AHV und Pensionskassen vor grossen demographischen und wirtschaftlichen Herausforderungen stehen. Deshalb gewinnt die individuelle Planung der eigenen Vorsorgesituation stetig an Bedeutung. Dies lässt sich gut anhand des Gesamtvermögens der gebundenen privaten Vorsorge, der Säule 3a, erkennen: Ende 2016 betrug dieses Gesamtvermögen in der Schweiz rund 111 Milliarden Franken, dreimal mehr als vor 10 Jahren.

Es ist durchaus sinnvoll, sich früh im Berufsleben mit seiner eigenen 3. Säule zu beschäftigen. Der Grossteil der Arbeitnehmer in der Schweiz ist einer Pensionskasse angeschlossen und kann daher jährlich maximal CHF 6’826.00 einzahlen (Stand 2019). Für selbständig Erwerbende ohne Pensionskassenanschluss erhöht sich dieser Betrag je nach Einkommen auf bis zu CHF 34’128.00. Nebst den steuerlichen Aspekten, nämlich dem Einkommens-Abzug des einbezahlten Betrages, stellt sich die Frage der Rendite des bereits angesparten 3a-Kapitals.

In einem Tiefzinsumfeld sind die Auswirkungen des Zinseszins-Effekts geringer. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, empfehlen sich speziell für Vorsorgekapital geeignete Wertschriftenanlagen:

Verschiedene Banken bieten Fonds-Lösungen bis zu einem Aktienanteil von 75 % an. Gerade bei Vorsorgenehmern mit einem Spar- und Anlagehorizont von mehr als 10 Jahren kann der Entscheid Sinn machen, Teile seines 3. Säule-Kapitals in einen solchen Fonds zu investieren und damit an den Entwicklungen der Aktienkurse teilzuhaben. Auch für Vorsorgenehmer mit einem kürzeren Anlagehorizont gibt es entsprechende Alternativen. In der Regel beinhalten diese Anlagelösungen dann eine kleinere Aktienquote von 15 – 25 %. Natürlich gehen mit Anlagefonds auch immer gewisse Risiken und Fragen einher: Wie sind die wirtschaftlichen Erwartungen? Fallen Kosten und Gebühren an? Wie hoch ist die zu erwartende Rendite? Wann ist es sinnvoll, Fondsanteile zu verkaufen? Wie kann ich trotz Fonds-Investitionen flexibel bleiben und das Kapital z.B. im Rahmen der Wohneigentumsförderung beziehen?

Auf all diese Fragen wird in einem persönlichen Beratungsgespräch mit Ihrer Bank eingegangen. Dabei werden Ihre Bedürfnisse abgeklärt und Ihnen eine individuelle Anlagestrategie aufgezeigt. Grundsätzlich gilt: Heute gut geplant – morgen besser vorgesorgt.

Roman Frei

Roman Frei
Handlungsbevollmächtigter, Kundenberatung, Privat-/Firmenkunden

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