Familie Marti wohnt am Schaffhauser Stadtrand. Seit Jahren leben Marc und Nadine mit ihren Kindern Lea und Nina in einer gemütlichen Mietwohnung. Doch in ihnen wächst der Wunsch nach mehr Platz und einem Ort, der ihnen gehört.
Fündig werden sie in der Nachbarschaft: Eine helle 5,5 Zimmer Eigentumswohnung mit grosser Terrasse. Grosszügig geschnitten, gut gelegen, perfekt für die Familie. Doch mit einem Kaufpreis von einer Million Franken stellt sich die Frage: Ist dieser Traum realistisch?
Zuerst beschäftigen sich Martis mit dem Eigenkapital. Mindestens 20 Prozent des Kaufpreises müssen sie einbringen. Neben Sparguthaben und Wertschriften können sie, da sie die Eigentumswohnung selbst nutzen, auch die Guthaben der Säule 3A nutzen. Zusätzlich haben Marc und Nadine Marti die Möglichkeit, Gelder aus ihrer Pensionskasse als Vorbezug oder Verpfändung einzusetzen. Da dies Auswirkungen auf die eigene Vorsorge hat, empfiehlt es sich diese Option genau abzuwiegen.
Der nächste Schritt ist die sogenannte Tragbarkeitsrechnung. Dabei prüft die Bank, ob sich die Familie die Wohnkosten langfristig leisten kann. Gemäss Faustregel dürfen die jährlichen Kosten aus Hypothekarzinsen, Amortisation und Unterhalt 35 Prozent des gemeinsamen Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Obwohl die Zinsen aktuell sehr tief sind, kalkuliert die Bank einem Zinssatz von 4.5 Prozent. Dies macht sie, damit Besitzer sich ihr Zuhause auch dann noch leisten können, wenn die Zinsen wieder steigen. Die Unterhaltskosten für die Liegenschaft werden meist mit 0.75 Prozent des Werts der Liegenschaft eingerechnet. Zusätzlich muss eine Hypothek innerhalb von 15 Jahren so amortisiert werden, dass die Hypothek noch maximal 66 Prozent des Liegenschaftswerts beträgt.
Marc und Nadine setzen sich an den Küchentisch und rechnen. Viele Banken bieten für diese Berechnungen Eigenheimrechner als wertvolle Hilfsmittel. Für die Wunschliegenschaft müssen Martis mindestens 200'000 Franken Eigenmittel einbringen. Die Hypothek beträgt dann 800'000 Franken. Die jährlichen Kosten betragen CHF 52'800. Familie Marti muss demzufolge über ein Bruttoeinkommen von mindestens 150'000 Franken verfügen.
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Kalkulatorische Zinsen |
CHF 36'000 |
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Unterhalt |
CHF 7'500 |
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Amortisation |
CHF 9'300 |
| Total jährliche Kosten | CHF 52'800 |
Der Traum vom Eigenheim nimmt für Familie Marti realistischere Formen an. Sie vereinbaren bei der Bank ihres Vertrauens ein Beratungsgespräch. Diese begleitet sie gerne auf dem Weg zum eigenen Zuhause.

Rico Kunz
Berater Individual- und Gewerbekunden
