Zinsprognose Schweiz

- Die Schweizerische Nationalbank hält den Leitzins seit Mitte 2025 bei 0% und dürfte diese lockere Geldpolitik bis auf Weiteres fortführen.
- Die Expertengruppe des Bundes hat ihre Wachstumsprognose für 2026 von 0,9% auf 1,7% angehoben.
- Die Renditen und damit die Sätze für Festhypotheken dürften deshalb weiter steigen. Wir erachten den Zeitpunkt für eine längerfristige Fixierung der aktuellen Konditionen weiterhin als günstig und empfehlen, die Laufzeiten nach Möglichkeit zu staffeln.
- Tiefe Staatsverschuldung und politische Stabilität stützenden Franken und legen die Basis für eine international vergleichsweise tiefe Inflation. Dazu trägt die geringe Ölabhängigkeit bei: Die Schweiz deckt rund 60% ihres Stroms aus Wasserkraft und gut ein Drittel aus Kernenergie, während Erdöl vor allem im Verkehr und bei Heizungen genutzt wird. Der Teuerungsschub im August resultierte dennoch gerade aus höheren Preisen
Information zur Zinsprognose
Der SARON (Swiss Average Rate Overnight) ist der führende Referenzzinssatz für den Schweizer Franken. Er wird auf Basis tatsächlicher Transaktionen am Schweizer Geldmarkt ermittelt und widerspiegelt die aktuellen Bedingungen für kurzfristige Finanzierungen zwischen Banken.
Da die Finanzmärkte mögliche Zinsschritte der Schweizerischen Nationalbank (SNB) häufig schon im Voraus einpreisen, reagiert auch der SARON oft frühzeitig auf entsprechende Erwartungen. Dadurch liefert er wertvolle Hinweise auf die künftige Entwicklung des Zinsumfelds.
Besonders relevant ist der 3-Monats-SARON für Geldmarkthypotheken. Der Hypothekarzins setzt sich dabei aus dem aktuellen SARON und einer individuellen Bankmarge zusammen. Während die Laufzeit in der Regel mehrere Jahre beträgt, wird der Zinssatz periodisch an die aktuelle Marktsituation angepasst.
Quelle: Aquila AG, Bloomberg Finance L.P.